Sängerbund: Bei der Jahreshauptversammlung gibt es auch Veränderungen im Vorstand / Dr. Jörg Eschenbächer und Walter Steinmann scheiden aus

Das Altern der Sänger gefährdet die Singfähigkeit

Zotzenbach. Die Generalversammlung des Sängerbundes Zotzenbach stand in diesem Jahr im Zeichen von Neuwahlen des Vorstandes und Verabschiedungen aus diesem. In seinem Jahresbericht hob Vorsitzender Norbert Wegener hervor, dass sich der Chor unter seinem Dirigenten Erich Schütz im zweiten Jahr der Zusammenarbeit gefestigt und entwickelt habe. Das Singen mache offensichtlich den Sängerinnen und Sängern viel Freude, was sich auch am erneut hohen Singstundenbesuch zeige.

Die herausragenden Veranstaltungen im letzten Jahr waren die beiden Konzerte – die Serenade und das Adventskonzert – sowie das Scheuerfest. Alle drei Veranstaltungen hatten eine außerordentlich gute Besucherresonanz.

Dienstleistung  fürs Ortsleben

Wegener stellte heraus, dass der Sängerbund mit diesen drei Veranstaltungen für das kulturelle und gesellschaftliche Leben im Dorf (und darüber hinaus) eine wichtige Dienstleistung erbringe. Der Tagesausflug nach Oppenheim, wo der Chor in der gotischen Kirche im Gottesdienst sang, war bei gutem Wetter mit einer Führung in der „Unterwelt“ gelungen. Der Probenbesuch mit 46 Singstunden und einer durchschnittlichen Beteiligung von 82 Prozent erreichte erneut ein hohes Niveau.

Zum Abschluss seines Jahresberichtes bedankte sich der Vorsitzende beim Vizedirigenten Dr. Jörg Eschenbächer und beim Dirigenten Erich Schütz für seine kompetente und engagierte Arbeit. Die Chorgemeinschaft sei gestärkt worden und ein besseres Zusammengehörigkeitsgefühl sei entstanden. Es lohne sich, in einer intakten und harmonischen Chorgemeinschaft mitzumachen.

Bei den Neuwahlen eines Teils des Vorstandes wurde zunächst Norbert Wegener in seinem Amt bestätigt. Die kommenden Jahre seien nicht einfach, sagte er. Insbesondere die zunehmende Zahl alters- und krankheitsbedingt nicht mehr singfähigen Männer mache ihm Sorgen und könne sehr schnell dazu führen, dass der ganze Chor nicht mehr singfähig sei. Das müsse auf jeden Fall verhindert werden. Die bisherigen Bemühungen hätten offensichtlich nicht ausgereicht, um einer solchen Situation vorzubeugen.

Verdiente Funktionäre

Neben der Wiederwahl der stellvertretenden Schriftführerin Gitta Heinl und der Beisitzerinnen Emmi Bangert und Helma Getrost stand eine Neuwahl von zwei Beisitzern im Mittelpunkt. Dr. Jörg Eschenbächer und Walter Steinmann hatten erklärt, aus Altersgründen nicht mehr zu kandidieren. Sie haben sehr lange im Vorstand mitgewirkt und sich große Verdienste um den Verein erworben.

Eschenbächer war seit 1981, also seit 32 Jahren im Vorstand, war lange Zeit Schriftführer, vor allem in der arbeitsintensiven Zeit des 100-jährigen Jubiläums und ist nach wie vor Vizedirigent des Chores. Walter Steinmann war seit 1995 Vorstandsmitglied. Er hat mit persönlichem und finanziellem Einsatz vielfältige Beiträge bei den Vereinsveranstaltungen geleistet. Als kleine Anerkennung für diese Arbeit schenkte der Vorsitzende beiden einen Jahreskalender mit Fotos aus dem Vereinsleben.

Vorstand verjüngt

Für Walter Steinmann rückte als Vertreter der passiven Mitglieder Dieter Kadel nach. Als Beisitzer der Sängerinnen und Sänger wurden Moni Grotjohann und Charlott Zeeb in den Vorstand gewählt, was zu der gewünschten Verjüngung führte und ebenfalls einstimmig mit großem Beifall erfolgte. Die zweite Vorsitzende Hildegard Bagusat nahm die Ehrung für regelmäßigen Singstunden Besuch vor. Margit Östreicher, Kätha Schütz, Gisela Klumpp, Emmi Bangert, Moni Grotjohann, Inge Wegener, Hermann Getrost, Norbert Wegener und Wilfried Getrost wurden geehrt. „Den Vogel abgeschossen“ (Wegener) hat Peter Bangert, der als einziger Sänger kein einziges Mal fehlte. Wichtigste Veranstaltungen 2013 sind das Scheuerfest am 30. April, die Serenade am 25. August und das Adventskonzert am 22. Dezember.